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Hautflügler (Hymenoptera)

Hautflügler
  • haben Männchen mit nur einem Chromosomensatz (Haploidie), da diese stets aus unbefruchteten Eiern entstehen;
  • können sehr klein sein: Zwergwespen von etwa 0,2 mm Körperlänge;
  • können sehr groß sein: Grabwespen von etwa 60 mm Körperlänge;
  • besitzen zwei Paar häutiger Flügel;
  • haben durch eine kleine Hakenreihe an der Vorderkante der Hinterflügel beide Flügelpaare miteinander gekoppelt;
  • haben an der Vorderflügelspitze oftmals ein Flügelmal (Pterostigma);
  • haben einen gut beweglichen Kopf;
  • haben variabel gestaltete Antennen;
  • haben gut ausgebildete Komplexaugen;
  • haben meist drei Ozellen;
  • haben meist kauende Mundwerkzeuge, können aber auch Nektar saugen;
  • leben zum Teil einzeln (solitäre Hautflügler) oder aber als staatenbildende Insekten (soziale Hautflügler) in gut organisierten Nestern;
  • können sich räuberisch oder von Pflanzen ernähren oder aber leben als Parasiten;
  • haben eine große ökonomische Bedeutung als
    • Honiglieferanten;
    • Bestäuber vieler Pflanzen;
    • Nützlinge gegen Schadinsekten.

Die Hautflügler werden unterteilt in zwei Unterordnungen:

  • Pflanzenwespen (Symphyta)
    • keine Einschnürung des Hinterleibs;
    • Larven sind pflanzenfressende Afterraupen (ähneln den Raupen der Schmetterlinge);
  • Taillenwespen (Apocrita)
    • Hinterleib ist eingeschnürt;
      (Die 'Wespentaille' trennt nur scheinbar Brust und Hinterleib. Anatomisch gesehen ist sie eine Einschnürung des Hinterleibs, indem das erste Hinterleibssegment fest in die Brust eingefügt ist.)
    • Larven sind beinlos und wurmartig;
    • Unterteilung in
      • Legimmen (Terebrantia)
      • Wehrimmen (Aculeata) mit
        • Ameisen,
        • Faltenwespen,
        • echten Bienen (u. a. Honigbiene und Hummeln).

Die Weibchen der Wehrimmen können stechen, indem sie

  • ihren Stachel in die Haut des Opfers einführen;
  • durch den Stachel aus einer Giftdrüse Gift in das Opfer pumpen;
  • danach
    • den Stachel wieder herausziehen (Faltenwespen einschließlich Hornissen);
    • den Stachel in der Haut zurücklassen (Honigbienen).

Hautflügler stechen Menschen nur in Not

  • zur Verteidigung ihres Nestes;
  • wenn sie sich in Lebensgefahr wähnen.
Die Gefahr durch Stiche von Hautflüglern wird meist stark überschätzt.
  • Für alle, die gegen Bienen- oder Wespenstiche nicht allergisch sind, sind einzelne Stiche außer dem Schmerz ungefährlich.
  • Etwa 40 Stiche verursachen schwere Allgemeinerscheinungen.
  • Erst mehrere Hundert Stiche sind tötlich.

Zur Vermeidung von Stichen sollte man

  • sich möglichst nicht in der Nähe (ca. 4m) eines Nestes aufhalten;
  • sich in der Nähe von Nestern nur ruhig bewegen;
  • nicht nach umherfliegenden Wespen oder Bienen schlagen;
  • keine Wespen oder Bienen mit der Hand einfangen;
  • beim Trinken (z. B. aus der Dose) darauf achten, dass kein Insekt in den Mund gelangt.

Nach einem Stich sollte man

  • die Giftdrüse entfernen, indem man mit einem Messer oder Fingernagel über die Stichstelle schabt;
  • den Stich aussaugen;
  • die Stichstelle mit einer aufgeschnittenen Küchenzwiebel bedecken;
  • bei einem Stich im Rachenraum sofort einen Arzt aufsuchen.

Erscheinungen, die auf eine Insektenstichallergie hindeuten:

  • heftiger Juckreiz an Kopfhaut und Zunge;
  • großflächige Hautrötung;
  • Atemnot;
  • Erbrechen;
  • Stuhlabgang;
  • Schweißausbruch;
  • rascher Puls;
  • Bewußtlosigkeit.

In diesem Fall: Sofort Rettungsdienst alamieren!

Die in der Insektenbox beschriebenen Hautflügler können über die Auswahl Hautflügler gefunden werden.


Zu den wichtigsten Hautflüglerfamilien gehören:
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