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Faltenwespen (Vespidae)



Rote Wespe
Faltenwespen
  • sind manchmal nur wenige mm groß, können aber auch eine Länge von 40 mm erreichen;
  • sind oft schwarz-gelb gefärbt, was als Warnung vor den wehrhaften Insekten interpretiert wird;
  • besitzen nierenförmig ausgeschnittene Augen;
  • haben Antennen, die oft gekniet oder gekeult sind;
  • haben in der Mitte des Vorderflügels eine charakteristische langgestreckte Zelle;
  • haben Vorderflügel, die in Ruhe der Länge nach gefaltet werden, woher auch der deutsche Name abgeleitet ist;
  • ernähren sich als erwachsene Wespen von Pollen und Nektar, füttern aber ihre Larven meist mit Insekten;
  • umfassen weltweit etwa 4000 Arten.
Entwicklung der Faltenwespen:
  • Während die überwiegende Artenzahl der Faltenwespen solitär - also einzeln - leben, gehören die Wespenarten, die wir allgemein als 'Wespen' kennen, zu den staatenbildenden Insekten;
  • Bei den staatenbildenden Wespen überwintert die schon im Herbst befruchtete Jungkönigin;
  • Im Frühjahr verlässt die Jungkönigin ihr Winterversteck und sucht Blüten auf, um Nahrung zu sich zu nehmen;
  • Nach einiger Zeit sucht sich einen geeigneten Platz für den Nestbau;
  • Die Königin sammelt Material für den Nestbau, z. B. Holzfasern;
  • Aus diesem Material werden unter Zugabe von Speichel am Nistplatz einige Brutzellen hergestellt, in die jeweils ein Ei abgelegt wird;
  • Nach dem Schlupf der Larven werden diese von der Königin mit Teilen von erbeuteten Insekten gefüttert;
  • Nach einiger Zeit schlüpfen die ersten Arbeiterinnen, d. h. Weibchen mit zurückgebildeten Geschlechtsorganen;
  • Die Arbeiterinnen übernehmen nach einiger Zeit die Nestbautätigkeit und die Brutpflege;
  • Die Königin widmet sich dann vollständig der Eiablage;
  • Das Nest wird immer größer und die Anzahl der Bewohner immer größer und kann einige Tausend Wespen umfassen;
  • Im Spätsommer entwickeln sich außer den Arbeiterinnen auch Jungköniginnen (Weibchen mit vollentwickelten Geschlechtsorganen) und Männchen;
  • Diese paaren sich, danach sterben die Männchen und die Jungköniginnen suchen Winterverstecke auf;
  • Im Herbst sterben die alte Königin und alle ihre Arbeiterinnen;
  • Es gibt einige Arten, die als 'Kuckuckswespen' leben, d. h. die Königin dringt in ein fremdes Nest ein, tötet die Königin und läßt ihre Brut von den Arbeiterinnen der getöteten Königin aufziehen.
  


Hornisse (Nest)
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