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Heldbock
Heldbock  
Ordnung : Käfer
Familie : Bockkäfer
deutscher Name : Heldbock
wissenschaftlicher Name : Cerambyx cerdo
 




Maßstab: Bildhöhe entspr. 90 mm
Bild vergrößern  Foto: Berlin - Schloßpark Pankow Juni 2009 W. Funk  

Allgemeines:
Der Heldbock wird auch als Großer Eichenbock bezeichnet. Er wird in der 'Roten Liste Deutschland' in die Gefährdungsklasse 1 (Vom Aussterben bedroht) eingeordnet.
Kennzeichen:
Schlanker schwarzer Bockkäfer mit sich nach hinten verschmälernden Flügeldecken, die am Ende in rotbraun übergehen. Die kräftigen langen Beine sind besonders an den Schienen und Füßen mit kurzen dunkelgrauen Härchen versehen. Das Männchen (siehe Bild oben) hat über körperlange Antennen, das Weibchen etwa körperlange. Die Käfer sind nachtaktiv, tagsüber verkriechen sie sich in den Fraßgängen, die von den Larven angelegt worden sind.
Länge:
24 - 53 mm
Entwicklung:
Die Brutbäume der Heldböcke müssen alt sein (Stammumfang über 1 m) und sollen nach Süden frei stehen, damit sie der Mittagssonne ausgesetzt sind. Das Weibchen legt die Eier in einen Rindenspalt eines solchen Baumes. In Abhängigkeit von der Temperatur schlüpfen nach 8 - 21 Tagen die Larven. Die junge Larve mit einer Länge von zunächst 2 - 4 mm frißt sich durch die Rinde und überwintert dort. Danach frißt sie im Bastteil und im Splintholz weiter und erreicht bis zum nächsten Winter eine Länge von ca. 60 mm. Nach dem zweiten Überwintern wächst sie bis auf 70 - 100 mm, dringt in das Holz vor und verpuppt sich in einem hakenförmigen Hohlraum. Die Käfer schlüpfen oft schon im Herbst, überwintern aber noch im Baum und erscheinen erst im Frühjahr. Ihre Lebensdauer beträgt dann noch 1,5 - 2 Monate. In dieser Zeit findet die Paarung (siehe Bild 2) statt.
Die Entwicklung kann sich bis auf 5 Jahre ausdehnen.
Ernährung:
Die Larve ernährt sich von Eichenholz (teilweise auch von anderen Laubgehölzen), der Käfer liebt ausquellenden Pflanzensaft.
Verbreitung:
Europa, Kleinasien, Kaukasus, Nordafrika

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