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Hausbock
Hausbock  
Ordnung : Käfer
Familie : Bockkäfer
deutscher Name : Hausbock
wissenschaftlicher Name : Hylotrupes bajulus
 




Maßstab: Bildhöhe entspr. 18 mm
Bild vergrößern  Foto: Drahendorf (Bra) Juni 2006 B. Nickel  

Allgemeines:
Der Hausbock gilt als einer der gefürchtesten Schädlinge, da er vor allem im Holz des Dachstuhles vorkommt und diese so schädigt, dass es zum Einsturz des Daches kommen kann. Bei Befall durch den Hausbock sollte unbedingt ein Spezialist herangezogen werden.
Kennzeichen:
Der Kopf ist viel schmaler als der Halsschild. Die Fühler reichen nicht bis zur Mitte der Flügeldecken. Die Färbung ist braun bis schwarz mit fein grauer Behaarung und mit weißlichen Haarflecken. Der Halsschild ist an den Seiten gerundet. Die Weibchen (siehe Bild oben) haben eine Legeröhre, die teleskopartig bis auf 3 cm Länge ausstreckbar ist. Das Männchen (siehe Bild 2) hat längere Fühler als das Weibchen.
Länge:
7 - 21 mm
Lebensraum:
Verbautes Nadelholz wie Dachstühle, hölzerne Leitungsmaste, in freier Natur nur unter klimatisch zusagenden Bedingungen.
Entwicklung:
Mit der Legeröhre tastet das Weibchen die Holzoberfläche von verbautem Holz nach Spalten und Rissen ab. Findet es solche, streckt es die Legeröhre aus, führt sie in den Spalt oder Riss ein und versenkt Eier darin. Die Eier sind walzenförmig und etwa 2 mm x 0,5 mm groß. Ein Weibchen kann 150 - 200 Eier ablegen. Nach dem Schlüpfen beginnen die Larven sofort mit dem Fressen. Der im Querschnitt ovale Fraßgang wird mit Kot und staubförmigen Holzmehl gefüllt. Die Larven können das eigentliche Holz nicht als Nahrung verwerten, sondern sind auf Eiweiß angewiesen, das im Holz vorhanden ist. Eiweiß kommt nur im Splintholz vor und verringert sich mit zunehmendem Alter des Holzes. Je nach Eiweißgehalt des Holzes ist die Entwicklungsdauer der Larven sehr unterschiedlich. Sie kann nach 3 Jahren abgeschlossen sein, dauert normalerweise 5 - 6 Jahre, kann sich aber auch über 15 und mehr Jahre hinziehen. Die Larven fressen immer so, dass die Holzoberfläche unversehrt bleibt. Damit ist der Befall von außen nicht zu erkennen. Die Verpuppung erfolgt dicht unter der Holzoberfläche. Erst beim Schlüpfen der Käfer entstehen auffällige, ovale Fluglöcher, die etwa 5 mm x 3 mm groß sind. Die Käfer nehmen keine Nahrung zu sich, nehmen aber bei Trockenheit Wasser auf. Die Käfer findet man von Mai bis September. Sie sind tagaktiv.
Ernährung:
Trockenes, eiweißreiches Nadelholz.
Verbreitung:
Kosmopolit.

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