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Großer Brauner Rüsselkäfer
Großer Brauner Rüsselkäfer  
Ordnung : Käfer
Familie : Rüsselkäfer
deutscher Name : Großer Brauner Rüsselkäfer
wissenschaftlicher Name : Hylobius abietis
 




Maßstab: Bildhöhe entspr. 9 mm
Bild vergrößern  Foto: Schönow (Bra) Mai 2004 W. Funk  

Allgemeines:
Die Art gilt als größter Schädling an jungen Nadelbäumen. Die Käfer nagen die Rinde junger Bäume an und fressen Löcher hinein (Pockennarbenfraß). Bei stärkerem Befall sterben junge Pflanzen ab.
Kennzeichen:
Der Käfer ist dunkelbraun bis fast schwarz und weist eine gelbliche, streifenförmige Querpunktierung aus schuppenartigen Häarchen auf. Die Beine sind schwarz oder tiefrot. Der Rüssel ist etwa so lang wie Kopf und Halsschild zusammen. Im vorderen Rüsselbereich entspringen die geknieten, spitzenwärts keulig verdickten Antennen. (Siehe auch Bild 2)
Länge:
7,5 - 13 mm
Lebensraum:
Nadel- und Mischwälder, Niederung bis Gebirge (2000 m).
Entwicklung:
Die Käfer verlassen ihre Winterverstecke schon ab der zweiten Aprilhälfte. Sie fliegen an warmen Tagen vor allem am Abend aus und ernähren sich vom Bast junger Nadelbäume. Nach der Paarung (siehe Bild 3) legt das Weibchen die Eier in die Rinde frischer Kiefern- oder Fichtenstümpfe. Von Mai bis August legt ein Weibchen etwa 80 - 150 Eier. Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die Larven. Sie ernähren sich von der Bastschicht des Holzes, dringen aber auch bis ins Splintholz vor. Die Larven haben einen weißen, leicht gekrümmten Körper mit einer rotbraunen Kopfkapsel. Sie sind beinlos. Am Ende ihrer Entwicklung erreichen sie eine Länge von 12 - 23 mm. Die Entwicklung kann je nach Witterung noch im gleichen Jahr abgeschlossen werden oder aber erst nach einer Überwinterung der Larven (In Nordeuropa sind auch mehrere Überwinterungen möglich). Nach Abschluß ihrer Entwicklung höhlen sich die Larven im Splintholz eine Kammer aus, in der sie sich verpuppen. Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die Käfer und nagen sich ein Loch ins Freie. Die Käfer leben 2 - 3 Jahre.
Ernährung:
Holz von Nadelbäumen, insbesondere von Kiefern.
Verbreitung:
Ganz Europa, Asien bis Japan.

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