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Halictus rubicundus
Halictus rubicundus  
Ordnung : Hautflügler
Familie : Bienen
deutscher Name : nicht bekannt
wissenschaftlicher Name : Halictus rubicundus
 




Maßstab: Bildhöhe entspr. 10 mm
Foto: Innervillgraten (Osttirol) September 2003 F. Köhler (Dr. M. Herrmann det.)  

Kennzeichen:
Bei allen Furchenbienen ( = Gattung Halictus) findet sich auf dem 5. Tergit des Hinterleibs eine kahle Längsfurche. Die Weibchen von Halictus rubicundus sind an den gelben und gelb behaarten Füßen, aber auch an den schmalen weißen Endbinden auf den Hinterleibstergiten zu erkennen.
Körperlänge:
8 - 12 mm
Lebensraum:
Waldränder, Magerwiesen, Sand- Kies- und Lehmgruben in sonnigen Lagen.
Entwicklung:
Die Furchenbiene Halictus rubicundus lebt in kalten Klimagebieten solitär, d. h. ein einzelnes Weibchen pro Nest versorgt die Brut. In warmen Klimagebieten lebt sie sozial, d. h. in einem Nest versorgen mehrere Weibchen die Brut, aber nur eins davon legt Eier. In dazwischenliegenden Klimagebieten gibt es sowohl solitär als auch sozial lebende Bienen.
In warmen Gebieten erscheint ab Anfang April ein überwintertes Weibchen und gräbt ein Nest in den Boden, das aus einem nach unten gerichten, 7 - 12 cm langen Gang besteht, von dem aus waagerecht liegende Brutzellen ausgehen. In jede Brutzelle wird von der Nestgründerin ein Pollenklumpen eingebracht und ein Ei darauf abgelegt. Nach kurzer Zeit schlüpfen die madenähnlichen Larven, aus denen sich Weibchen entwickeln. Danach wird der senkrechte Gang nach unten verlängert und in doppelter Tiefe werden neue Brutzellen angelegt. Diese werden von allen Weibchen mit Pollenklumpen versorgt, aber nur die Nestgründerin legt Eier darauf ab. Aus diesen Eiern entwickeln sich männliche und weibliche Bienen. Nach der Begattung überwintern nur die jungen Weibchen, während die Bienen der alten Generation und die Männchen absterben.
In kalten Gebieten erscheinen die überwinteten Weibchen erst später, graben auch ein Nest, sammeln Pollen und legen Eier. Aber in diesem Fall entwickeln sich gleich männliche und weibliche Bienen und nach der Begattung überwintern die befruchteten Weibchen. Ob aus einer Brut nur Weibchen oder Bienen beiderlei Geschlechts schlüpfen, hängt von der Tageslänge bei der Eiablage ab. Im Frühjahr (= kurze Tage) entstehen nur Weibchen, im Sommer (= lange Tage) entstehen Männchen und Weibchen.
Ernährung:
Pollen und Nektar von vielen Blütenpflanzen, darunter Margariten, Rainfarn, Distelarten.
Verbreitung:
Europa bis zum 68 Breitengrad, in Südeuropa nur in höheren Lagen, Asien, Nordamerika.



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