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Kopf
Der Kopf der Insekten, auch Caput genannt, ist eine Kapsel. Er trägt: Im Innern des Kopfes liegen Die Mundwerkzeuge können sehr verschieden ausgebildet sein, je nachdem welche Nahrung das Insekt aufnimmt.

Es gibt

  • beißende Mundwerkzeuge (z. B. bei vielen Käfern).
    Sie bestehen aus
    • Oberlippe (Labrum);
    • Oberkiefer (Mandibel);
    • Unterkiefer (Maxille);
    • Unterlippe (Labium);
  • saugende Mundwerkzeuge (z. B. bei Schmetterlingen);
  • leckende Mundwerkzeuge (z. B. bei Fliegen);
  • stechend-saugende Mundwerkzeuge (z. B. bei Wanzen).
Die Mundwerkzeuge sind immer ausgesprochen zweckdienlich gestaltet.

Die Antennen sind bewegliche Anhängsel des Kopfes, an denen sich Sinneszellen befinden.

Antennen

  • können mechanische Reize aufnehmen (= fühlen);
  • können chemische Reize aufnehmen (= riechen);
  • bestehen immer aus mehreren Gliedern
    • das erste direkt am Kopf liegende Glied heißt Schaft;
    • dieses Glied ist meist am größten und mit einer eigenen Muskulatur ausgestattet;
    • das nächste Glied heißt Wendeglied (eine Art Kupplung);
    • daran schließt sich die Geißel an, die mit den Sinneszellen besetzt ist.

Im einzelnen können die Antennen von dieser Grundform stark abweichen. Es gibt außerdem

  • gekämmte Antennen;
  • zweifach gekämmte Antennen;
  • gekeulte Antennen;
  • gekniete Antennen
  • Antennen in den unterschiedlichsten, oft bizarren Formen.
Die Anzahl der Antennenglieder und die Form der Antenne sind fast immer ein wichtiges Bestimmungsmerkmal für eine Insektenart.
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Die Mehrzahl der Insekten besitzt an den beiden Kopfseiten je ein Komplexauge (auch als Facettenauge bezeichnet).

Das Komplexauge

  • besteht aus zahlreichen keilförmigen Einzelaugen (Ommatidien) mit
    • einer Linse zur Fokusierung des Lichts;
    • einem Kristallkegel zur Weiterleitung des Lichts;
    • Pigmenten (schirmen Einzelaugen voneinander ab und steuern die Lichtmenge, die zur Sehzelle gelangt);
    • einer lichtempfindlichen Sehzelle.
  • ist besonders gut für das Sehen bewegter Objekte geeignet;
  • kann aber auch Farben unterscheiden;
  • ist auch noch für einen Teil des UV-Lichts empfindlich.
Einige Insekten besitzen an der Stirn zusätzlich zu den Komplexaugen meist 3 primitive Punktaugen, die Ozellen genannt werden.

Die Einzelaugen der Larven von Insekten mit vollständiger Metamorphose werden Stemmata genannt.

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